Energie aus Abfall

Siedlungsabfälle bringen Energie

Müll war schon im Altertum ein gigantisches Problem. Abfallberge und wilde Deponien verdreckten ganze Siedlungsräume, brachten Krankheiten, begünstigten Epidemien und verseuchten das Grundwasser. Es waren unbehandelte Abfallberge in den Straßen und Hinterhöfen, die die schnelle und tödliche Ausbreitung der Pest im Mittelalter begünstigten. Über Jahrhunderte wurde in immer größerem Maße deponiert. Erst als in der modernen Industriegesellschaft die Müllmenge noch einmal exponentiell anstieg, wurde klar, dass man sich mit den riesigen Deponien ökologische Zeitbomben geschaffen hatte. Zusätzlich brisant: auf den Deponien wird hoch klimagefährdendes Methangas freigesetzt, das über zwanzigmal klimaschädlicher als Kohlendioxid ist.

In Deutschland wurde die Konsequenz gezogen, seit Juni 2005 darf kein Abfall mehr unbehandelt auf die Deponie. In vielen Ländern wurde die Gesetzgebung ebenfalls angepasst. In diesen Ländern ist das Verständnis für Abfallbehandlung deutlich verändert, was sich zum Beispiel in einer hohen Mülltrennbereitschaft der Bürger äußert. Dennoch werden weltweit nach wie vor große Mengen des Müllaufkommens ohne Behandlung deponiert oder offen verbrannt. Wir stehen vor der Herausforderung, auch für diese Bereiche eine umweltverträgliche und wirtschaftlich sinnvolle Lösung zu finden.

Langlebige Waren produzieren, um Rohstoffe zu sparen, umweltschädliche Materialien in den Verpackungen vermeiden, generell Verminderung von Volumen und Gewicht bei Verpackungen. 

Keine Einwegprodukte nutzen, sondern Mehrwegverpackungen. 

Weiterverarbeitung von bereits gebrauchten Waren zu anderen Produkten, z.B. durch Metalleinschmelzung

Thermische Behandlung des Restmülls zur Erzeugung von Nutzenergie unter Einhaltung des Effizienzkriteriums

Thermische Abfallbehandlung ohne Einhaltung des Effizienzkriteriums, Deponierung

Energie aus Abfall

In den globalen Ballungsräumen produziert jeder Bürger pro Jahr durchschnittlich 500 kg Müll. Gesammelt ergibt das ein beträchtliches Tages- und Jahresvolumen. Die Verbrennung bzw. die thermische Behandlung reduziert das Volumen um ca. 90%. Durch den Verbrennungsprozess sind die Restmengen komplett hygienisiert, also frei von gefährlichen und krankheitserregenden Stoffen. Dank moderner Rauchgasreinigungstechnologie ist der Prozess sauber und sicher. 

Die im Abfall gebundene Energie wird bei der thermischen Verwertung in beachtliche Mengen elektrischer Energie und Fernwärme umgesetzt und erspart so den Einsatz klimaschädlicher fossiler Energieträger wie Erdgas, Erdöl oder Kohle. Hausmüll hat einen Heizwert von durchschnittlich 9 - 11 MJ/kg, wobei zu beachten ist, dass der Abfall an sich sehr inhomogen ist. Vor der Verwertung wird das Müllvolumen daher intensiv durchmischt, um einen planbaren Heizwert zu erhalten. 

Moderne Verfahren nutzen die Energie aus Siedlungsabfällen

Moderne Verfahren nutzen die Energie aus Siedlungsabfällen

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