Energie aus Abfall

Rost-Experten seit über 50 Jahren

Steinmüller Babcock Environment setzt seit über 50 Jahren auf die erprobte Technologie der Rostfeuerung, eine der ältesten Feuerungsarten der Welt. Hierbei wird der Brennstoff liegend auf einer Rostfläche verbrannt, die Öffnungen im Rost werden für die Zufuhr von Verbrennungsluft und die Abfuhr von Asche genutzt. Wir setzen für die thermische Verwertung Vorschubroste ein. Der Rost bildet hierbei flache Treppenstufen, jede zweite bewegt sich kontinuierlich und schiebt den Brennstoff vorwärts. Zusätzlich wird das Feuer umgewälzt und ein guter Ausbrand begünstigt. Vorschubroste eignen sich ideal für die thermische Verwertung von Siedlungs- und Gewerbeabfällen sowie von anderen grobstückigen, aschereichen Brennstoffen. 

Aufgrund der Technik sollen keine flüssigen oder pastösen Abfälle eingesetzt werden.  Eine Rostfeuerung erreicht eine Verbrennungstemperatur von mindestens 850° C. Wir setzen luft- oder wassergekühlte, modular aufgebaute Rostsysteme ein. Die Bandbreite der Brennstoffe reicht von Hausmüll mit hoher Feuchte bis zu hochkalorischen Brennstoffen (EBS, Kunststoffe). Die maximale Durchsatzkapazität je Linie liegt bei ca. 400.000 Tonnen pro Jahr. Der Vorschubrost garantiert eine hohe Verfügbarkeit, lange Standzeiten sowie Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit. 


Der Mülleinfülltrichter leitet den vom Müllgreifer abgeworfenen Müll über die Trichter-Verschlussklappe in den Brennstoffschacht. Er dichtet den Müllbunker gegen das Kesselhaus ab. Entsprechend den spezifischen Anforderungen bauen wir alle erforderlichen Teile des Trichters aus verschleißfestem Werkstoff. 

Die mit Hydraulikzylindern betriebene, wassergekühlte Trichter-Verschlussklappe trennt den Brennstoffschacht vom Müllbunker. Beim An- und Abfahrvorgang der Kesselanlage und bei einer zu niedrigen Füllung des Brennstoffschachts gewährleistet sie einen Luftabschluss des Feuerraums. Bei Revisionsarbeiten im Rostbereich wird die Klappe geschlossen und aus Sicherheitsgründen mechanisch über eine Bolzensicherung verriegelt. Unterhalb des Klappenflügels sind Anschlüsse für die Messung des Brennstoffniveaus vorgesehen.

Der Brennstoffschacht leitet den Brennstoff zum Brennstoffzuteiler. Um Verstopfungen zu vermeiden vergrößert sich der Querschnitt des Schachts nach unten. Die Wände sind wassergekühlt, der Schacht wird zusätzlich mit einer Wassereindüsung für den Rückbrandfall ausgerüstet. In einer definierten Höhe messen Sensoren die Höhe des Brennstoffbettes.

Der Brennstoffzuteiler befördert den Brennstoff auf den Verbrennungsrost. Je Rostbahn ist ein eigener hydraulisch betriebener Aufgabeschieber vorgesehen. Die Feuerungs-Leistungsregelung bestimmt, wieviel Brennstoff zugeteilt wird. Aufgabeschieber, Tischoberfläche und Seiten werden mit Schleißplatten geschützt, in den relevanten Bereichen sind die Wände des Zuteilers wassergekühlt oder als Wasserkammer mit zusätzlichem Schutz durch Feuerfestbeton ausgeführt. 

Der modulare Aufbau unseres Rostsystems ermöglicht individuell angepasste Rostgrößen von kleinen, einbahnigen Rosten bis zu großen, mehrbahnigen Systemen. Die einzelnen Rostzonen sind bezüglich Primärlufteinspeisung und Rostvorschubgeschwindigkeit getrennt regelbar. Das ermöglicht eine sehr hohe Flexibilität bei der Einbindung in die Feuerungs-Leistungsregelung.

Folgende Parameter des Rostes sind variierbar:

Anzahl und Länge der Rostelemente bzw. Gesamtlänge des Rostes

Üblich sind fünf Rostzonen pro Bahn. Bei Elementlängen von 1,8 m, 2,4 m und 3,0 m ergibt sich für die meisten europäischen Anlagen mit mittleren Heizwerten eine Rostlänge zwischen 9,6 m und 12 m. In Ländern mit hohem organischem Anteil in den Siedlungsabfällen wird der Rost für einen besseren Ausbrand auf max. 13,2 m verlängert.

Rostelementbreite

Zwischen 2,25 m und 3,55 m sind diskrete Stufungen und individuelle Breiten möglich.

Anzahl der parallelen Rostbahnen bzw. Gesamtfläche des Rostsystems

Die meisten Roste werden mit ein bis vier Bahnen ausgeführt. Die Gesamtfläche des Rostsystems beeinflusst die spezifische Wärmebelastung [KW/m²] oder die spezifische mechanische Breitenbelastung [kg/m h].

Roststufen

Meist reichen zwei Roststufen für eine sehr gute Umschichtung des Brennstoffs und ein gutes Ausbrandverhalten. Bei Brennstoffen mit hohem organischem Anteil erhöht eine dritte Stufe den Ausbrand.

In europäischen Verbrennungsanlagen werden standardmäßig berohrte Feuerräume eingesetzt, in denen eine vorgebaute Ausmauerung oder ein aufgetragenes Cladding eine optimale Wärmeverteilung und Wärmeabfuhr gewährleistet. Bei feuchtem Müll mit einem hohen organischen Anteil, der von sich aus nicht sehr zündwillig ist, wählt man eine adiabate Brennkammer. Diese besteht aus einem Stahlgerüst und entsprechend starkem Mauerwerk. Die Wärme wird zur Unterstützung des Verbrennungsprozesses im Feuerraum gehalten. 

Zweibahniger Vorschubrost mit Feuerraum

Zweibahniger Vorschubrost mit Feuerraum

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