Rauchgasreinigung

Viele Wege, ein Ziel: Rauchgasentschwefelung

Beim Verbrennen schwefelhaltiger Brennstoffe entstehen in den Rauchgasen Schwefeldioxid und Schwefeltrioxid, die vor der Ableitung der Rauchgase in die Umwelt entfernt werden müssen. Kohleheizkraftwerke und Verbrennungen auf Basis von schwerem Heizöl erzeugen besonders viele dieser Schwefelverbindungen. Bedingt durch ausgereifte Technologien können wir heute 95 - 99% des Schwefels aus den Rauchgasen entfernen.  

Schwefeldioxid (SO2) ist ein saures Gas und kann an alkalische Sorbentien gebunden werden. Auf Grund der hohen Verfügbarkeit eigenen sich für die großtechnische Gasreinigung besonders Kalzium (Ca), Natrium (Na) und bei speziellen Anwendungen Ammoniak (NH3). Kalkstein (CaCO3) ist nahezu weltweit verfügbar, daher bevorzugen viele Verfahren den Einsatz von Kalkprodukten wie CaCO3, CaO und Ca(OH)2 als Absorbens. 

Absorber und Kamin der Rauchgasentschwefelungsanlage in Plock, Polen

Absorber und Kamin der Rauchgasentschwefelungsanlage in Plock, Polen

Es gibt über 100 Verfahren zur Rauchgasentschwefelung. Wir bei Steinmüller Babcock Environment setzen nur die technologisch besten ein. Unsere Verfahren zur sauren Schadgasabscheidung lassen sich in Trocken-, Halbtrocken- und Nassverfahren unterscheiden. Das reine Trockenverfahren ist eher für Müllverbrennungsanlagen geeignet und wird für Großkraftwerksanlagen nicht angeboten. Als Alternative ist das Halbtrockenverfahren über Rotationszerstäuber und Düsenzerstäuber wesentlich besser geeignet. Im Bereich der Nassverfahren bieten wir Sprühturmwäscher als Ein-Kreis-Absorber, Zwei-Kreis-Absorber und als Durchlauf-Absorber auf Basis von Seewasser an.  

Größter Vorteil des Trockenverfahrens ist der niedrige Investitionsbedarf. Im Gegenzug ist jedoch ein relativ hoher Verbrauch von hochreaktivem Absorbens erforderlich und als Reaktionsprodukt entsteht ein Deponiegut. Einsatzstoff und Produktentsorgung führen zu relativ hohen Betriebskosten, so dass das Verfahren bevorzugt für die Abscheidung kleinerer Schadgasmengen oder für Anlagen mit kurzer Laufzeit wirtschaftlich einsetzbar ist. Das Halbtrockenverfahren ist für Anlagen bis ca. 1 Mio. Nm³/h gut geeignet und bietet vergleichsweise geringe Investitionskosten. Mit unserer Technologie erreichen wir eine sehr
gute Absorptionsmittelstöchiometrie, das heißt, dass wir durch die Art der Eindüsung vorhandenes Absorptionsmittel ideal zur Abscheidung ausnutzen können. Nassverfahren arbeiten im Gegensatz zu Trocken- und Halbtrockenverfahren mit einer deutlich günstigeren Stoffumsetzung. Hier wird zudem bei Einsatz von kalziumhaltigen Absorbentien Gips als marktfähiges Produkt erzeugt, der in der Baustoffindustrie vielfältig eingesetzt werden kann.  

Für jede Anlage gibt es eine perfekte Lösung – abhängig von den individuellen, standortspezifischen Anforderungen. Wir von Steinmüller Babcock Environment finden sie für Sie! 

Steinmüller Babcock Environment GmbH

Fabrikstraße 1

D-51643 Gummersbach, Deutschland

+49 (0) 2261 85 - 0

+49 (0) 2261 85 - 2999

info@steinmueller-babcock.com