Rauchgasreinigung

Wirtschaftlich und effizient: SCR-Entstickung

Das SCR (Selective Catalytic Reduction) -Verfahren gilt als eine der wirtschaftlichsten Varianten für die heute geforderten NOX-Abscheidegrade von über 90%. Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz jeder Anlage hängen von der jeweils ausgelegten Lösung ab – ein Fall für Experten. Steinmüller Babcock Environment platziert den SCR-Reaktor direkt nach der Feuerung (High-Dust-Schaltung) oder abströmseitig der Rauchgaswäsche (Tail-End-Schaltung). Wir entsticken mit den erforderlichen Betriebstemperaturen von 180-430° C, abhängig von Anlagentyp und Schwefelfracht des Rauchgases. Unsere Technologie haben wir erfolgreich bei Dampferzeugern eingesetzt, die mit Kohle, Öl, Biobrennstoffen oder Abfallbrennstoffen befeuert werden. Weitere Anwendungen, beispielsweise nach Zementöfen, sind in Vorbereitung.  

Bei der Nachrüstung bestehender Großdampferzeuger passen wir die Economiser-Austrittstemperatur an die erforderliche Betriebstemperatur des Katalysators bei Schwachlast an. Hier können wir für alle möglichen Verfahrensvarianten erfolgreiche Referenzen aufweisen, zum Beispiel für die Modifikation des bestehenden Economisers, für Nachrüstungen von neuen, dem Katalysator nachgeschalteten Eco-Bündeln oder für wasser- oder rauchgasseitige Eco-Bypässe. 

Wenn Steinmüller Babcock Environment ein SCR-System nachrüstet, beinhaltet das das Komplettpaket. Wir ertüchtigen den kompletten Rauchgasweg von der Neubestückung des regenerativen Luftvorwärmers mit SCR-gerechten Heizflächen bis zur Modifikation des E-Filters und der Neuinstallation oder Anpassung der Saugzüge. Unsere SCR-Reaktoren sind flexibel und können mit allen auf dem Markt üblichen Katalysatoren bestückt werden, das sichert unseren Kunden deutliche Wettbewerbsvorteile bei einem späteren Ersatz von Katalysatorelementen. Für ein noch flexibleres Katalysatormanagement installieren wir auf Wunsch auch Reaktoren mit Reserveebenen. Durch eine intelligente Auslegung der SCR-Reaktoren und des Katalysators lässt sich neben der NOX-Abscheidung und auf Wunsch auch der Zerstörung von Dioxinen und Furanen ein wichtiger Beitrag zur Quecksilberabscheidung erzielen. Am Katalysator kann metallisches Quecksilber je nach Randbedingungen zu über 90% oxidiert werden, es lässt sich in dieser Form in der nachgeschalteten Nasswäsche abscheiden. Das bringt einen weiteren entscheidenden Vorteil, denn die Quecksilberemissionsbegrenzung wird auch in Europa immer bedeutsamer.  

Das Know-How von Steinmüller Babcock Environment basiert auf der langjährigen Erfahrung und der Vorreiterrolle, die wir im Bereich der Umwelttechnik einnehmen. Wir haben 1985 die europaweit erste kommerzielle High-Dust SCR-Anlage und auch weltweit die erste Tail-End SCR-Anlage in Betrieb genommen. Durch diese Langzeiterfahrungen sind in die Weiterentwicklung unserer Technologie wertvolle Erkenntnisse eingeflossen.  

Um weiterhin den hohen Anforderungen an den Abscheidegrad bei Einsatz unterschiedlichster Brennstoffe unter gleichzeitiger Erzielung einer möglichst langen Lebensdauer der Katalysatoren gerecht zu werden, optimieren wir unsere Anlagen mit Hilfe von Strömungsmodellen (Maßstab 1:15) und  über CFD-Simulationsrechnungen. Wir erreichen eine ideale Homogenisierung von sowohl der Geschwindigkeit  und dem NOX-Profil in den Rauchgasen als auch bei der Einmischung von NH3, NH2OH oder UREA durch unsere patentrechtlich geschützten DIVA®-Mischer.  Das rechnet sich mehrfach: wir erreichen höchste Abscheidegrade, eine optimale Ausnutzung der Katalysatoraktivität sowie geringe Staubablagerungen in den Rauchgaskanälen und auf dem Katalysator. 

Zum umfangreichen Service von Steinmüller Babcock Environment gehört ein individualisiertes Katalysator-Management. Katalysatoren verlieren durch die Einlagerung bestimmter Rauchgasbestandteile und durch den Kontakt mit bestimmten Substanzen während der Betriebszeit langsam an Aktivität. Spätestens nach Erreichen des maximal zulässigen NH3-Schlupfes muss der Katalysator in seiner Aktivität gesteigert werden. Möglich ist das durch Regeneration, durch Einbringen einer zusätzlichen Katalysatorlage in die Reserveebene oder durch den Austausch von Katalysatorlagen. Wir übernehmen für Sie die Lebensdauer-Beurteilung  und planen den optimalen Zeitpunkt für ein Nachlegen von Katalysatorvolumen beziehungsweise für den Katalysatoraustausch. Mit unserer Expertise sind Sie immer auf der sicheren Seite.

SCR-High-Dust-Anlagen an drei 660 MW Dampferzeugern

SCR-High-Dust-Anlagen an drei 660 MW Dampferzeugern

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